Wiederaufbau und fortgesetzte Nutzung 4. Jahrhundert n. Chr. Beweis für Widerstandsfähigkeit
Römische Villa Borg
Archäologiepark & Treffpunkt für Thekenhelden
Willkommen in der Villa Borg
Die Römische Villa Borg ist das einzige vollständig rekonstruierte Herrenhaus einer antiken Villa rustica im gesamten ehemaligen Römischen Reich. Erlebe hautnah, wie die Römer wohnten, badeten und feierten – und entdecke das moderne Pendant im Gasthaus Scherer, wo Bier und Bubbi regieren.
Im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg gelegen, verbindet dieser Ort Geschichte und Geselligkeit: Aktuelle Ausgrabungen, beeindruckende Rekonstruktionen und eine Thekenkultur, die ihresgleichen sucht.
Was macht die Villa Borg besonders?
- Archäologie zum Anfassen: Täglich neue Funde in der pars rustica und den Werkstätten.
- Historische Feste & Märkte: Römer-Tage, Gladiatoren-Workshops und mehr.
- Thekenrunde: Beim Gasthaus Scherer treffen sich Einheimische und Touristen – ganz wie bei den Römern.
Besuch uns in Perl-Borg
Von Wein- und Biergenuss bis zur stimmungsvollen Führung in historischen Kostümen: In der Villa Borg ist das ganze Jahr über Hochsaison. Und wer das Theken-Ministerium konsultieren möchte, wird hier ebenfalls fündig – am Tresen vereinen sich schließlich Tradition und Trinkkultur.
Ein ungewöhnliches Zusammentreffen in der Villa Borg
Teil I: Eine Ankunft wie aus der Zeit gefallen
Es war ein kühler Frühlingstag in Borg, als der Wind durch die rekonstruierten Mauern der Römischen Villa pfiff.Die aufgehende Sonne schien auf die Badanlagen und ließ das Wasser im Frigidarium funkeln.
Plötzlich trat, dem Anschein nach aus dem Nichts, eine kleine Gruppe von Personen in die Szene: Bubbi, die Kneipengröße aus dem Gasthaus Scherer, Andreas, seines Zeichens Präsident ohne Parteibuch, und der ominöse Thekenminister – allesamt Zeugen einer längst vergangenen, doch zeitlosen Geschichte.
Sie hatten sich zu einem spontanen Ausflug entschlossen, um endlich einmal die "wahren" Ursprünge ihres hochgeschätzten Getränks – und vielleicht auch ihrer Dorfmentalität – zu ergründen.
Man munkelte, dass schon damals im 2. Jahrhundert die Kunst des Bierbrauens Einfluss auf das Alltagsleben genommen hatte.
Teil II: Zwiesprache mit den steinernen Zeugen
Gemeinsam schritten sie über das weitläufige Gelände. Da waren die Ruinen des einst prächtigen Herrenhauses, in dem die "romanophile" Familie eine Mischung aus keltischen und römischen Traditionen pflegte.
Bubbi beugte sich über ein mit Moos bewachsenes Stück Mauer:
"Stell dir vor, wie hier mal die Fässer gelagert wurden – und niemand hatte Angst, dass einer wegläuft, ohne zu zahlen."
Andreas, den Blick auf die akribisch angelegten Gärten geheftet, fügte hinzu:
"Wer weiß, vielleicht haben sie hier einen Kräutergarten gehabt, um Heilpflanzen und Gewürze für ihre Festmahle zu ziehen – oder sogar Hopfen!"
Der Thekenminister, stets im Dienste des guten Geschmacks, sah sich prüfend um:
"Nach diesen Mauern zu urteilen, war das schon eine Art 'High Class Kneipe' in der Antike – eine Taverne, die mithilfe der anliegenden Werkstätten Bierkrüge herstellte. Auch wenn es noch kein echtes Pils gab, sorgte sie sicher für Heiterkeit."
Teil III: Fundamente der Kultur
Wie in Kant’scher Manier spürten sie alle die Wichtigkeit dieser einstigen Großbauernhöfe, der villae rusticae.
Die fundamentale moralische Frage war: War diese Villa – mit all ihrem Reichtum und ihrem hierarchischen System – nicht auch eine Art Tresen, an dem man sich traf, verhandelte und den sozialen Zusammenhalt erlebte?
"Die Römer hatten ihren dominus," philosophierte Andreas, "wir haben unseren Thekenminister. Beide fungieren als moralische Instanz. Nur dass wir heute hoffentlich eine demokratischere Ausrichtung haben."
Unterdessen kam Bubbi auf den rituellen Bereich zu sprechen, der einst den gallorömischen Göttern und dem Kaiserkult gewidmet war.
"Und wir? Wir haben einen Kult um den Zapfhahn," lachte er halblaut. "Jede Zechprellerei ist ein Frevel, der gegen den 'kategorischen Tresen-Imperativ' verstößt."
Teil IV: Das ungeplante Ritual
Als sie über das Gelände schlenderten, fanden sie ein stilles Plätzchen. Es lag nahe der Stelle, an der laut Schautafel ein Tempelbezirk gestanden haben soll.
Im Wind raschelten die Bäume, fast wie Flüstern aus einer anderen Zeit.
Spontan – vielleicht von den alten Göttern inspiriert – schlug der Thekenminister vor, einen kleinen "Ritus" abzuhalten.
Er zog eine halbleere Flasche Bier (speziell gebrandet mit dem Namen "Borg Bräu") aus seinem Rucksack. Alle stellten sich feierlich um einen alten Steinblock, der einst Teil eines Altars gewesen sein könnte.
"Zum Andenken an all jene, die hier lebten, liebten, litten und tranken" – sprach Andreas andächtig.
Bubbi goss einen kleinen Schluck auf den Stein:
"Möge dieser Trank das Einverständnis unserer fernen Vorfahren symbolisieren, dass wir heute noch feiern – ohne all die Mühen des 3. Jahrhunderts, aber mit derselben Freude am Zusammensein."
Der Thekenminister verkündete stolz:
"So schwören wir: Nie Zechprellerei, stets Anstand am Tresen, und ein fröhliches 'Ave!' jeder guten Idee in unseren Dorfversammlungen."
Ein leises Raunen ging durch die Bäume – vielleicht nur der Wind, doch in der Vorstellung aller war es der Beifall der Geister vergangener Epochen.
Teil V: Aufbruch und neue Entdeckungen
Fortan setzten sie ihren Weg fort: vorbei am Badehaus, den Werkstätten und dem weitläufigen Wirtschaftsbereich.
Überall waren noch Schätze im Boden verborgen, und aktuelle Ausgrabungen förderten immer wieder Zeugnisse des Alltags ans Licht – antikes Werkzeug, Gefäße, Münzen.
Bubbi hielt inne:
"Wenn jetzt hier irgendjemand auf die Idee kommt, sich ohne zu bezahlen davonzuschleichen – ich wette, die Römer hätten dafür eine eigene Strafe parat gehabt."
Andreas lachte:
"Womöglich 'Zwangsdienst in den Weinbergen' oder so etwas."
Der Thekenminister notierte sich die Idee für den nächsten Brief an die Gemeindeverwaltung: Historisch inspirierte Sanktionen für Zechpreller. Warum nicht?
Plötzlich hörten sie Gelächter.
Ein paar Touristen, offenbar frisch aus Metz angereist, erkundeten das Gelände. "Gibt’s hier auch echtes Bier?" fragte einer.
Bubbi überreichte ihm ein Infoblatt vom Gasthaus Scherer:
"Hier, das ist unsere heutige Taverne. Wo antike Tradition und moderne Thekenkultur verschmelzen."
Epilog: Die Theke als zeitloses Erbe
Als die drei schließlich zurück ins Dorf schlenderten, war ihnen allen klar: Die Römische Villa Borg war weit mehr als nur ein Ausflugsziel oder ein archäologisches Freilichtmuseum.
Sie war ein lebendiges Zeugnis dafür, wie sehr Gemeinschaft, Wirtschaft, Kultur und – nicht zu vergessen – ein guter Tropfen in der Geschichte verwoben sind.
Ob damals mit Wein, Met oder vielleicht schon Bier: Das Prinzip der Zusammenkunft an einer "Tafel" blieb unverändert.
Und so kehrten sie zurück an ihren Tresen, ins Gasthaus Scherer – um das Erbe der Römer nicht nur zu bestaunen, sondern weiterzuleben: im Geist, im Lachen und in dem einfachen Akt, gemeinsam zu trinken, zu reden und das Dorf zu einem Ort der Begegnung zu machen.
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