spektakulärsten Entdeckungen in der Geschichte der Villa Borg.
Der Schädel des Unbekannten, freigelegt im Herbst 2001 (Foto: Archäologiepark Villa Borg).
Ein Fund, der alles veränderte
Was als Routinearbeit begann – die Erweiterung eines Parkplatzes –, entwickelte sich zu einer der spektakulärsten Entdeckungen in der Geschichte der Villa Borg.
Als unser Team im Herbst 2001 auf einen menschlichen Schädel stieß, war klar: Hier lag kein gewöhnlicher Römer begraben. Der Körper lag auf dem Bauch, die Arme verdreht, ohne Grabbeigaben oder erkennbares Grab. Und dann dieser rätselhafte Glanz im Mund – eine metallene Zahnfüllung, wie sie noch nie zuvor in der Region dokumentiert wurde.
Wer war dieser Mann?
Römische Bestattungen folgten strikten Regeln. Doch dieser Fund widersprach allen Konventionen:
- 🔄 Keine Beigaben: Nicht einmal ein Gürtel oder Schuhnagel blieb erhalten.
- ⚰️ Kein Grab: Der Leichnam lag im Schutt eines Mauergrabens – fast wie „entsorgt“.
- 🔍 Ein metallener Zahn: Ein Hinweis auf frühe medizinische Experimente?
War er ein Fremder, der nie Teil der Gemeinschaft wurde? Ein Verurteilter? Oder ein Reisender, der fern der Heimaṭ starb?
Was denken Sie?
Wer war der Unbekannte aus der Villa Borg?
Moderne Technik trifft Antike
Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, setzten wir neueste Methoden ein:
🧬 DNA-Analyse
Erbgut-Vergleiche zeigen: Der Mann stammte nicht aus der Region – möglicherweise aus den östlichen Provinzen.
📏 Isotopenuntersuchung
Strontium-Isotope im Zahnschmelz verrieten seine Wanderrouten.
🔬 Archäometrie
Rasterelektronenmikroskopie enthüllte: Die Zahnfüllung besteht aus einer Zinn-Blei-Legierung.
Erleben Sie die Forschung live!
Besuchen Sie den Archäologiepark und stehen Sie selbst am Fundort „Auf Schiffels“. Oder tauchen Sie virtuell ein:
360°-Rundgang startenNächste Folge: „Warum lag er auf dem Bauch? – Tabus der Römerzeit“ (erscheint am 1. April 2024).
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