römischen Verwaltungsdokumenten der Villa Borg
Krimi: „Warum lag er auf dem Bauch?“ – Die Schatten von „Auf Schiffels“
Fortsetzung des Falls der römischen Zahnfüllung
Kapitel 5: Der zweite Tote
Ein kühler Morgen in der Villa Borg. Dr. Bettina Birkenhagen betrat das Gelände und fand Edgar Brück aufgeregt vor ihrem Büro stehen.
„Du wirst es nicht glauben“, sagte er und hielt ein Foto hoch. „Das hier haben wir gestern bei einem neuen 3D-Scan entdeckt.“
Das Bild zeigte einen weiteren Skelettfund – dieses Mal direkt am Rand der Mansio. Wieder lag der Tote auf dem Bauch, doch diesmal war sein Schädel eingeschlagen.
Dr. Frank Wiesenberg untersuchte die Knochen und stellte fest: „Der Schädelbruch ist massiv. Das war kein Unfall.“
Doch das Beunruhigendste war ein weiteres Detail: In der Hand des Skeletts lag eine Münze – eine römische Denar, die ein Porträt des Kaisers Domitian zeigte.
Prof. Dr. Kurt W. Alt wies darauf hin: „Domitian war bekannt für seine brutale Herrschaft und seine strengen Metallkontrollen. Diese Münze könnte auf illegale Aktivitäten hinweisen.“
Kapitel 6: Die Botschaft der Münze
Das Team analysierte die Münze und fand eine winzige Markierung auf der Rückseite – eingeritzt mit einem Messer.
Birkenhagen entzifferte die Gravur:
„Rache für Raetien“
„Das ist keine gewöhnliche Münze“, murmelte sie. „Das hier ist eine Warnung.“
Edgar Brück nutzte seine 3D-Scanner erneut und fand in einem der Fundamente der Mansio ein weiteres Symbol – eingeritzt in den Stein: Ein stilisierter Adler mit ausgebreiteten Flügeln.
„Das ist das Zeichen der Cohors III Gallorum“, sagte Frank Wiesenberg. „Die Einheit, die einst die Villa Borg bewachte.“
Kapitel 7: Der Mann aus Raetien
Prof. Alt konnte den zweiten Toten identifizieren: Er war ebenfalls aus den Alpen und trug Reste eines Lederbeutels mit zerriebenen Kräutern – darunter Spuren von Bilsenkraut.
„Das ist kein Zufall mehr“, sagte Birkenhagen. „Beide Toten waren aus den Bergen Raetiens – und beide waren Spione oder Informanten.“
Kapitel 8: Die Enthüllung im Badehaus
Das Team durchsuchte die Reste des römischen Badehauses, das zur Villa Borg gehörte. Dort fanden sie einen alten Wasserkanal, der von der Mansio aus zu einem geheimen Hohlraum führte.
Darin lagen mehrere Tonkrüge – versiegelt mit Wachs. Wiesenberg öffnete einen davon und sog scharf die Luft ein.
„Das ist kein gewöhnliches Metall“, murmelte er.
In den Krügen befand sich geschmolzenes Zinn aus Britannien – offenbar illegal geschmuggelt.
Kapitel 9: Der dunkle Schatten von Silvanus
Das Team rekonstruierte den Ablauf der Ereignisse:
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Der erste Tote war ein Kurier, der Beweise gegen den korrupten Verwalter Silvanus sammeln sollte.
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Der zweite Tote war ein weiterer Informant, der versuchte, Silvanus zur Strecke zu bringen. Beide Männer wurden ermordet, um die Schmuggelaffäre zu vertuschen.
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Silvanus hatte den ersten Toten mit Gift getötet, den zweiten Mann jedoch mit einer Münze in der Hand in den Mauergraben geworfen – eine letzte Warnung an alle, die ihm zu nahe kamen.
Kapitel 10: Ein Schatten aus der Vergangenheit
Das Team stieß auf einen bislang unbekannten Eintrag in den römischen Verwaltungsdokumenten der Villa Borg:
„Silvanus flüchtete nach Augusta Treverorum (Trier), doch die Schatten aus Raetien folgten ihm.“
Die Überlieferung besagte, dass Silvanus auf mysteriöse Weise in Trier ums Leben kam – ebenfalls auf dem Bauch liegend. In seinen Händen fand man eine Münze mit der Gravur:
„Rache für Raetien“
Kapitel 11: Der letzte Fund
Bei einer Nachuntersuchung der Grabstelle „Auf Schiffels“ fanden die Forscher einen weiteren Gegenstand: ein kleiner bronzener Ring mit der Inschrift:
„Dis Manibus“ – Den Geistern der Verstorbenen gewidmet.
Birkenhagen schloss die Augen und sagte leise: „Vielleicht hat doch jemand versucht, ihre Seelen zu retten...“
Kapitel 12: Das Erbe der Villa Borg
Das Team errichtete im Archäologiepark eine Ausstellung mit dem Titel:
„Rache und Gerechtigkeit – Der vergessene Kurier von Borg“
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