Historische Fakten als Basis ....Die Sage vom Goldzahn des Bacchus
„Die Vergangenheit ist nie tot. Sie wartet nur im Schatten des Internets.“
März 14, 2025
Die Sage vom Goldzahn des Bacchus
Kapitel 2: Das digitale Orakel
Jahrhunderte vergingen.
Die Villa Borg wurde zu einem Ort der Steine und stummen Mosaike, die heute im Archäologiepark rekonstruiert sind – darunter das berühmte Mosaik des Dionysos aus dem 3. Jahrhundert n. Chr.
Doch die Legende des Bieres lebte im Flüstern des Leukbachs weiter. Bis eines Tages ein junger Archäologe namens Lukas auf der Website www.villaborg.de stöberte.
Zwischen Bildern zerbrochener Terra Sigillata (Feinkeramik aus Gallien) entdeckte er ein unscheinbares Foto: ein uralter Goldzahn, gefunden im Schlick des Leukbachs, verziert mit dem Symbol des Bacchus – einer Traube, aus der statt Wein Blut zu tropfen schien.
Die Unterschrift lautete:
„Römischer Goldzahn, 3. Jh. n. Chr. – Fundort: Leukbach Ufer bei Borg.
Entdeckt 1998 während der Ausgrabungen unter Dr. Wolfgang Schiffels. Besuchen Sie unsere Sonderausstellung!“
Doch als Lukas die Seite neu lud, war das Bild verschwunden. Stattdessen erschien eine Botschaft in altertümlicher Schrift:
„Wer den Zahn findet, trifft auf die Schuld der Ahnen.“
Von Neugier getrieben, reiste Lukas ins Leukbachtal.
Mit einem Metalldetektor durchkämmte er das Ufer – jene Stelle, wo einst Schiffels’ Team römische Münzen und ein Bronzeschwert freilegte
– bis ein schrilles Piepen ihn zu einer moosbedeckten Steinstatue führte: Gaius Crassus, versteinert und mit geöffnetem Mund.
Sein Gesicht ähnelte verblüffend der Büste eines römischen Gutsherrn, die 2001 in der Villa Borg gefunden wurde.
In seinem Kiefer fehlte ein Zahn.
Als Lukas den Goldzahn aus seiner Tasche zog (woher er ihn hatte, wusste er selbst nicht mehr), begann er zu glühen.
Plötzlich rauschte der Leukbach rückwärts, und die Nymphe Leukia stieg aus dem Wasser, ihr Antlitz von Zorn gezeichnet:
„Du trägst das Zeichen des Verräters! Warum suchst du ihn – Reichtum? Ruhm? "Oder bist du rein wie der Quell?“
Lukas, zitternd, hielt den Zahn hoch: „Ich will nur die Wahrheit wissen. Warum wurde er bestraft? Und … "Warum sieht dieser Zahn aus wie meiner?“
Er öffnete den Mund – und tatsächlich: In seinem eigenen Gebiss klaffte eine Lücke.
Leukia erstarrte. „Ah … das Schicksal spinnt seinen Faden weiter“, seufzte sie. „Crassus war dein Blut.
Sein Geist sucht einen neuen Körper. Wirf den Zahn ins Wasser, oder setze ihn ein – doch wähle weise!“
Die Entscheidung
Lukas stand am Ufer, der Zahn brannte in seiner Hand.
Auf seinem Smartphone leuchtete plötzlich www.villaborg.de auf – die Seite zeigte ein LiveBild seines Standorts, mit einer Countdown Uhr: 5:00 Minuten.
In der Ferne hörte er Römer schreien, als würden Legionen aus der Zeit fallen. Gaius’ Statue bewegte die Lippen:
„Setze mir den Zahn ein, Enkel … und ich schenke dir die Braukunst der Unsterblichen!“
Doch dann erinnerte sich Lukas an die alte Inschrift der Villa, die im heutigen Museumspark zu lesen ist: „Hüte dich vor der Gier.
“ Mit aller Kraft warf er den Goldzahn in den Leukbach.
Das Wasser schäumte rot, dann klar – und ein letzter Seufzer der Nymphe flüsterte: „Du hast bestanden.“
Als Lukas am nächsten Tag zur Villa Borg zurückkehrte, fand er im digitalen Gästebuch der Website einen Eintrag – datiert auf 212 n. Chr.:
„Danke.“ – Marcus Valerius
Epilog
Der Goldzahn liegt heute in einer Vitrine der Villa Borg – neben dem Schatzfund von Borg (Silbermünzen und Schmuck aus dem 4. Jh.).
Doch Besucher schwören, dass er nachts leuchtet … und wer mit reinem
Herzen vorbeigeht,
hört das Rauschen des Leukbachs – und den Klang des
DionysosFestes, das einst im
Peristylhof der Villa gefeiert wurde.
„Die Vergangenheit ist nie tot. Sie wartet nur im Schatten des Internets.“
― So spricht die moderne Sage
… und das Blubbern eines Biers, das es noch nicht gibt.
„Alles ist Code. Sogar die Götter.“
― So raunt es im Darknet.
Historische Fakten als Basis
1. Dr. Wolfgang Schiffels war maßgeblich an den Ausgrabungen der
Villa Borg beteiligt.
Unter seiner Leitung wurden u. a. die Thermenanlage und das
Herrenhaus freigelegt.
2. Der Leukbach prägt tatsächlich die Landschaft um die Villa –
er diente den Römern als Wasserquelle und Transportweg
und bierproduktion , Natürlich auch als Nahrungsquelle.
3. Römische Goldzähne sind selten, aber belegt:
Im Rheinland fand man vergoldete Prothesen, die als Statussymbole dient
en.
4. Die DionysosMosaike der Villa Borg zählen zu den
bedeutendsten Funden – der Weingott war hier stark verehrt.
Quellen:
[Archäologiepark Villa Borg](https://www.villaborg.de/)
[Grabungsberichte zur Villa Borg (Landesdenkmalamt Saar)
](https://www.saarland.de/)
[Römische Zahnmedizin (RömischGermanisches Zentralmuseum)
](https://web.rgzm.de/)
Diese Version verwebt reale Funde und Personen mit der mystischen Erzählung – ganz im Geiste des römischen Mysterienkults!
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