mein Besucherreport für die Villa Borg, der persönliche Eindrücke mit sachlichen Infos #Ein Tag in der Villa Borg
Besucherreport: Ein Tag in der Villa Borg
Datum: 12. Oktober 2023
Wetter: Sonnig, 18°C
Dauer: 4 Stunden
1. Ankunft & erster Eindruck
Schon der Weg zur Villa Borg ist ein Erlebnis. Vorbei an Weinbergen und sanften Hügeln taucht plötzlich das rekonstruierte Herrenhaus auf – weißer Kalkstein, rote Ziegeldächer, umrahmt von Säulengängen.
Am Eingang begrüßt mich eine Steintafel mit der Inschrift: „Salve! Hier lebten einst Römer zwischen Wein und Weltreich.“
Parkmöglichkeiten: Kostenloser Parkplatz direkt vor dem Gelände.
Eintrittspreise: 8 € (Erwachsene), 4 € (Kinder), Familienkarte 18 €.
2. Highlights der Führung
Die 90-minütige Führung (12 € Zusatz) mit Herrn Weber, einem Archäologen im Tunika-Kostüm, war ein Volltreffer:
- Das Atrium: „Hier empfing der Hausherr seine Gäste – das Wasserbecken diente nicht nur zur Dekoration, sondern kühlte an heißen Tagen“, erklärt Herr Weber.
- Die Thermen: Beeindruckend!
Die Hypokaustheizung wurde mit Holzscheiten demonstriert. Man spürte förmlich, wie die Römer den Winter überstanden.
- Das Lararium: Ein kleiner Hausaltar mit Nachbildungen von Laren-Figuren. „Jede Familie opferte hier täglich – für Schutz und Glück“, so Weber.
Interaktives Highlight: Wir durften römische Kleidung anprobieren – die Wolltunika juckte höllisch!
3. Museum & Ausgrabungsfunde
Im angeschlossenen Museum lagern die echten Schätze:
- Der Bronzespiegel der Valeria: Mit Inschriften, die auf eine Ärztin hindeuten. Infotafeln erklären, wie Frauen in der Römerzeit heilten.
- Terra Sigillata-Keramik: Rot glänzende Schüsseln mit dem Stempel der Villa – original aus der Töpferei vor 1.800 Jahren.
- Kinderbereich: Hier können Kids römische Münzen prägen oder Puzzle-Mosaike legen.
Aha-Erlebnis: Eine Animation zeigt, wie die Villa von 50 n. Chr. bis zur Rekonstruktion 1998 aussah.
4. Workshop: Römisches Kochen
Für 15 € buchte ich den Kochworkshop in der nachgebauten Küche:
- Auf dem Speiseplan: Moretum (Kräuterkäse), Patina pirorum (Birnenauflauf) und Honigwein.
- Überraschung: Die Fischsoße Garum roch streng – schmeckte aber umami wie moderne Worcestersauce!
Tipp: Vorher anmelden – nur 10 Plätze pro Termin.
5. Garten & Spaziergänge
Der Kräutergarten ist ein Paradies für Sinne:
- Pflanzen: Lorbeer, Minze, Fenchel – alles nach römischen Quellen angelegt.
- Infoschilder: Erklären, welche Kräuter als Medizin oder Opfergaben dienten.
Geheimtipp: Hinter dem Herrenhaus führt ein Pfad zum originalen Römischen Friedhof – etwas düster, aber faszinierend.
- Öffnungszeiten: Di–So, 10–17 Uhr (März–Oktober), bis 16 Uhr (November–Februar).
- Essen: Das Café Culina Romana serviert römisch inspirierte Snacks (probieren Sie die Datteln im Speckmantel!).
- Souvenirs: Im Shop gibt es Nachbildungen von Münzen (5 €) und selbstgemachte Kräuterseifen.
Fazit
Die Villa Borg ist kein verstaubtes Museum – hier wird Geschichte mit allen Sinnen erlebbar.
Ob als Familie, Schulklasse oder Geschichtsfan: Die Mischung aus Rekonstruktion, originaler Ausgrabung und moderner Vermittlung überzeugt.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5 Sterne)
Werde ich wieder kommen? Auf jeden Fall – nächstes Mal zum Töpfer-Workshop!
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