Die Römische Segelreise auf dem Leukbach – und die biblische Entenplage
Die Römische Villa Borg
Lebendige Geschichte & Experimentelle Archäologie
Die Geschichte der Villa Borg
Die Römische Villa Borg bei Perl-Borg im Saarland zählt zu den wichtigsten rekonstruierten römischen Anlagen in Deutschland. Archäologische Ausgrabungen begannen bereits 1987 und brachten beeindruckende Befunde ans Tageslicht, die bis in das 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen. Heute bietet die Villa Borg Besuchern eine authentische Zeitreise in die Vergangenheit und macht antike Geschichte erlebbar.
Historische Brauerei
In der historischen Brauerei der Villa Borg wird antike römische Braukunst lebendig gemacht. Anhand archäologischer Forschungen und authentischer Rezepte entstehen hier Biere nach traditioneller römischer Art. Wesentliche Rolle spielt das Wasser des Leukbachs, das schon in der Antike für seinen hervorragenden Geschmack bekannt war. Besucher haben die Möglichkeit, die Braukunst aus nächster Nähe zu erleben und sich intensiv mit dieser faszinierenden Tradition zu beschäftigen.
Regelmäßige Veranstaltungen, wie das Borg-Bier-Forum, bringen Interessierte, Forscher und Braumeister zusammen, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen und die römische Brautradition auch für kommende Generationen zu bewahren.
Experimentelle Archäologie
Die Villa Borg ist ein bedeutendes Zentrum experimenteller Archäologie. Neben dem Bierbrauen widmet man sich hier auch zahlreichen weiteren antiken Handwerken und Techniken, wie Schmieden, Töpfern und Glasblasen. Ziel ist es, die Techniken und Lebensweisen der Römer authentisch nachzuvollziehen und wissenschaftlich zu erforschen.
Kontakt und Besuchsinformationen
Römische Villa Borg
Im Meeswald 1
66706 Perl-Borg, Deutschland
Telefon: +49 (0)6865 9117-0
E-Mail: info@villa-borg.de
Webseite: www.villa-borg.de
Geschichten und Legenden der Villa Borg
Die Römische Segelreise auf dem Leukbach – und die biblische Entenplage
Es war ein klarer Morgen, als das stolze römische Segelschiff „Aquila“ in den schmalen Fluss Leugbach einbog, fernab der wilden Wellen des Mittelmeers. Der Kapitän, Benn, hatte von diesem ruhigen Fluss gehört, verborgen tief in den grünen Hügeln Germaniens. Seine Mission war ungewöhnlich: keine Eroberung, sondern die Erkundung eines geheimnisvollen Handelswegs, der angeblich wertvolle Kräuter und seltene Metalle entlang des Flusses führte.
Doch Marcus ahnte nicht, dass sein Abenteuer nicht allein von Winden und Wasser bestimmt werden sollte.
Während das Schiff majestätisch durch den Leugbach glitt, wurde die friedliche Stille plötzlich von einem seltsamen Geräusch durchbrochen – einem dumpfen, gleichmäßigen Quaken. Die Männer an Bord schauten sich irritiert um. Und dann sahen sie es: eine Armee von Enten. Überall, so weit das Auge reichte, bedeckten Enten den Fluss, das Ufer und sogar die Villa Borg.
Als das Schiff den dichten Teppich aus Enten durchqueren musste, versuchten die Römer verzweifelt, die Vögel abzuwehren.
Diese bizarre Begegnung wurde zur Legende – die ‚biblische Entenplage‘ – und ist bis heute Teil der Geschichten, die in der Villa Borg erzählt werden.
Die Legende der Villa Borg und die Frösche
Nachdem die Villa Borg die blutige Schlacht überlebt hatte, zogen plötzlich weitere seltsame Bewohner in die Mauern ein: eine Gruppe von breitmauligen Fröschen. Diese Tiere, friedlich und ruhig, suchten Schutz vor den Menschen, die nach den harten Zeiten der Belagerung verzweifelt nach Nahrung suchten. Die Frösche, die sich im Innenhof der Villa niedergelassen hatten, wurden nun zur potenziellen Beute.
Die römischen Soldaten und die verbliebenen Bewohner der Villa sahen die Frösche zunächst als Zeichen der Erholung, ein Lebewesen, das inmitten des Chaos' Ruhe ausstrahlte. Doch die hungernden Soldaten begannen bald, über eine Mahlzeit nachzudenken.
Doch die Not machte den Menschen zu schaffen, und es brach ein innerer Kampf zwischen den Soldaten aus: Einige wollten die Frösche als Nahrung nutzen, während andere Lucius' Worte respektierten.
Heute, wenn Besucher durch die Gärten der Villa Borg spazieren, hören sie manchmal das Quaken der Frösche, die an dieses Kapitel erinnern.
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