Bei einem meiner Besuche in der Villa Borg wurde ich auf eine kürzlich entdeckte Besonderheit aufmerksam
Ein humorvoller Besuch in der Römischen Villa Borg
Es war ein sonniger Samstagmorgen, als ich beschloss, die Römische Villa Borg zu besuchen. Dieses archäologische Freilichtmuseum liegt im beschaulichen Perl-Borg im Saarland und bietet einen faszinierenden Einblick in das Leben der Römer vor über 2000 Jahren.
Ankunft und erster Eindruck
Schon beim Betreten des Geländes war ich beeindruckt von der prächtigen Rekonstruktion der Villa rustica. Die weitläufige Anlage erstreckt sich über 7,5 Hektar und umfasst mehrere Gebäudeflügel, darunter das Herrenhaus, die Taverne und das Villenbad. Die Architektur zeugt von der Pracht und dem Wohlstand der damaligen Zeit.
Das Herrenhaus und die Überraschung im Atrium
Mein erster Weg führte mich in das Herrenhaus, das quer zur Mittelachse der Anlage liegt. Im Inneren befindet sich eine große Empfangshalle mit kunstvollen Fresken und Mosaiken. Während ich die Ausstellung archäologischer Funde bewunderte, bemerkte ich plötzlich ein leises Rascheln im Atrium. Neugierig geworden, schaute ich nach und entdeckte einen frechen Spatz, der es sich auf einer antiken Statue gemütlich gemacht hatte. Offenbar wollte auch er einen Blick in die Vergangenheit werfen.
Das römische Bad und die Toga-Panne
Ein Highlight meines Besuchs war das rekonstruierte römische Bad, das die Funktion eines Hypokaustums demonstriert – einer antiken Fußbodenheizung. Die Anlage umfasst ein Frigidarium (Kaltbad), ein Caldarium (Heißbad) und ein Tepidarium (Warmbad). Mutig entschied ich mich, die römische Badekultur selbst zu erleben und zog eine bereitgestellte Toga an. Doch kaum hatte ich das Tepidarium betreten, löste sich der Knoten meiner Toga, und ich stand plötzlich weniger bekleidet da als geplant. Die anderen Besucher schmunzelten, und ich lernte, dass das Anlegen einer Toga wohl doch mehr Übung erfordert.
Die Taverne und das Abenteuer mit dem Garum
Nach diesem kleinen Malheur kehrte ich in der römischen Taverne ein, die Speisen nach den Rezepten des Apicius anbietet, eines berühmten römischen Feinschmeckers. Neugierig bestellte ich ein Gericht mit Garum, einer fermentierten Fischsauce, die in der römischen Küche sehr beliebt war. Als das Essen serviert wurde, stieg mir ein intensiver Duft in die Nase, der mich kurz zweifeln ließ. Doch nach dem ersten Bissen war ich positiv überrascht – manchmal lohnt es sich eben, mutig zu sein.
Der römische Garten und die Begegnung mit dem "Löwen"
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des römischen Gartens, der im Zuge des Projekts "Gärten ohne Grenzen" angelegt wurde. Der Garten ist nach römischem Muster gestaltet und lädt mit seinen duftenden Kräutern, Blumen und Skulpturen zum Verweilen ein. Während ich einen Pfad entlangschlenderte, hörte ich plötzlich ein tiefes Brummen hinter einem Busch. Mein Herzschlag beschleunigte sich – hatten die Römer etwa Löwen gehalten? Vorsichtig lugte ich um die Ecke und entdeckte... einen schnarchenden Gärtner, der sich eine wohlverdiente Pause gönnte. Erleichtert setzte ich meinen Weg fort und musste über meine eigene Fantasie lachen.
Veranstaltungen und lebendige Geschichte
Während meines Besuchs erfuhr ich, dass in der Villa Borg regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, die das römische Leben lebendig werden lassen. Von Sonderausstellungen über Gartenführungen bis hin zu Konzerten und literarischen Abenden – das Programm ist vielfältig und bietet für jeden etwas. Besonders hervorzuheben sind die Internationalen Reenactmentmesse im Frühjahr sowie die Römertage am ersten Augustwochenende, bei denen Legionen, Gladiatorenkämpfe und römische Reitkunst präsentiert werden.
Fazit
Mein Besuch in der Villa Borg war nicht nur eine beeindruckende Reise in die Vergangenheit, sondern auch ein Tag voller unerwarteter und humorvoller Erlebnisse. Die detailgetreue Rekonstruktion der Villa, die liebevoll gestalteten Gärten und die vielfältigen Veranstaltungen machen diesen Ort zu einem besonderen Erlebnis. Es ist erstaunlich, wie viel wir von den Römern lernen können und wie ihre Kultur bis heute nachwirkt. Ich kann jedem, der sich für Geschichte und Kultur interessiert, einen Besuch in der Villa Borg wärmstens empfehlen – und vielleicht begegnen Sie ja auch dem ein oder anderen "Löwen".
Die römische
"Klimaanlage" – Ein kühles Erlebnis
Bei einem
meiner Besuche in der Villa Borg wurde ich auf eine kürzlich entdeckte
Besonderheit aufmerksam: ein antikes Hypokaustensystem, das nicht nur zur
Beheizung, sondern auch zur Kühlung der Räume diente. Neugierig ließ ich mich
durch die Anlage führen und erfuhr, dass die Römer fließendes Wasser aus dem
nahegelegenen Leukbach nutzten, um im Sommer kühle Luft in die Räume zu leiten.
Während der virtuellen Demonstration mittels AR-Brille spürte ich förmlich die
kühle Brise und konnte mir vorstellen, wie die Römer einst in ihren Villen für
angenehme Temperaturen sorgten.
Die Schlacht
um die Villa Borg – Ein unerwartetes Abenteuer
Während
eines Aufenthalts in der Villa Borg erlebte ich eine besondere Veranstaltung:
ein Reenactment einer historischen Schlacht. Die Dorfbewohner hatten antike
römische Waffen entdeckt und beschlossen, diese in einer nachgestellten
Schlacht zu präsentieren. Mit Ballistae, Skorpionen und Gladii ausgestattet,
traten sie gegen eine Gruppe "Angreifer" an. Die humorvolle
Darstellung und die Begeisterung der Teilnehmer machten dieses Erlebnis
unvergesslich und zeigten, wie Geschichte lebendig und unterhaltsam vermittelt
werden kann.
Das römische
Festmahl – Ein kulinarisches Abenteuer
Bei einem weiteren Besuch in der Villa Borg entschied ich mich, an einem römischen Festmahl in der Taverne teilzunehmen. Die Speisekarte bot Gerichte nach antiken Rezepten, und ich war gespannt auf die kulinarische Zeitreise.
Besonders
beeindruckte mich das "Moretum", ein Kräuterquark, der mit frischem
Brot serviert wurde. Die Kombination aus historischen Speisen und der
authentischen Atmosphäre der Taverne machte dieses Mahl zu einem besonderen
Erlebnis.
Der römische
Garten – Ein Spaziergang durch die Zeit
Der Garten
der Villa Borg ist nach römischem Vorbild gestaltet und lädt zu entspannenden
Spaziergängen ein. Bei meinem Besuch entdeckte ich zahlreiche Heil- und
Gewürzpflanzen, die die Römer bereits nutzten. Ein Gärtner erzählte mir von den
verschiedenen Anwendungen der Pflanzen, und ich war erstaunt über das
umfangreiche Wissen der Römer in der Botanik. Ein besonders amüsanter Moment
war, als ich an einer Pflanze roch und prompt niesen musste – es war römischer
Kümmel, bekannt für seinen intensiven Duft.
Das römische
Bad – Wellness auf antike Art
Ein
Highlight meines Besuchs war das römische Bad der Villa Borg. Die Anlage,
bestehend aus Frigidarium, Tepidarium und Caldarium, bot einen Einblick in die
Badekultur der Römer. Ich genoss die unterschiedlichen Temperaturen der Bäder
und stellte mir vor, wie die Römer hier entspannten und Gespräche führten. Die
beeindruckende Technik des Hypokaustums, einer Fußbodenheizung, sorgte für
angenehme Wärme und zeigte das fortschrittliche Ingenieurwesen der Römer.
Die römische
Töpferwerkstatt – Ein kreatives Erlebnis
In der
Töpferwerkstatt der Villa Borg hatte ich die Gelegenheit, selbst Hand anzulegen
und eine römische Öllampe zu töpfern. Unter Anleitung eines erfahrenen Töpfers
formte ich den Ton und gestaltete mein eigenes kleines Kunstwerk. Es war
faszinierend zu erleben, wie aus einem einfachen Stück Ton ein
Gebrauchsgegenstand wurde, der in der Antike alltäglich war. Auch wenn meine
Öllampe nicht perfekt war, hatte ich viel Spaß und gewann Respekt vor dem
Handwerk der römischen Töpfer.
Die römischeMosaikwerkstatt – Kunst aus kleinen Steinen
Ein weiteres
kreatives Angebot der Villa Borg ist die Mosaikwerkstatt. Hier konnte ich mein
eigenes Mosaik legen und lernte dabei die Techniken der römischen Künstler
kennen. Es erforderte viel Geduld und Fingerspitzengefühl, die kleinen
Steinchen zu einem Muster zusammenzusetzen. Am Ende hielt ich stolz mein
eigenes kleines Mosaik in den Händen und hatte großen Respekt vor den
kunstvollen Werken, die die Römer in ihren Villen gestalteten.
Die römische
Schreibstube – Ein Blick in die Literatur der Antike
In der Schreibstube der Villa Borg erhielt ich einen Einblick in die Welt der römischen Schriftkultur. Ich durfte mit einem Stilus auf Wachstafeln schreiben und erfuhr, wie die Römer ihre Texte verfassten.
Es war interessant zu sehen,
wie mühsam das Schreiben damals war und wie wertvoll daher jedes geschriebene
Wort gewesen sein muss. Dieser Ausflug in die römische Schreibkultur ließ mich
die heutige Leichtigkeit des Schreibens mit Stift und Papier oder Tastatur und
Bildschirm noch mehr schätzen.
Das römische
Theater – Unterhaltung wie vor 2000 Jahren
Während
meines Besuchs fand in der Villa Borg eine Aufführung im römischen Theater
statt. Die Schauspieler präsentierten ein antikes Stück, und ich war
beeindruckt von der Ausdruckskraft und dem Humor der Darbietung. Es war
faszinierend zu erleben, wie die Römer Unterhaltungskultur pflegten und welche
Rolle das Theater in ihrem Leben spielte. Die Aufführung brachte mich zum
Lachen und ließ mich die Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen damals und heute
erkennen.
Die römische
Schmiede – Funkenflug und Muskelkraft
In der Schmiede der Villa Borg konnte ich dem Schmied bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Mit kräftigen Hammerschlägen formte er glühendes Eisen zu Werkzeugen
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