Der experimentalarchäologische Werkstattbereich Villa Borg
Der Artikel "Der experimentalarchäologische Werkstattbereich im Archäologiepark Römische Villa Borg" von Bettina Birkenhagen und Frank Wiesenberg, veröffentlicht im EXAR Jahrbuch für Experimentelle Archäologie in Europa 2019, bietet einen detaillierten Einblick in die Entwicklung und den Betrieb der Werkstätten des Archäologieparks Römische Villa Borg.
Hintergrund der Villa Borg
Die Römische Villa Borg befindet sich im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg und stellt die weltweit einzige vollständige Rekonstruktion eines herrschaftlichen Wohnbereichs (pars urbana) einer römischen Villa rustica dar.
Die Ausgrabungen begannen 1986, wobei das Gelände eine Fläche von etwa 7,5 Hektar umfasst, von denen bisher rund 2 Hektar untersucht wurden.
Die Funde deuten auf einen beträchtlichen Reichtum der ehemaligen Besitzer hin, wobei die ersten Besiedlungsspuren in die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. datieren.
Eine kontinuierliche Nutzung kann bis ins frühe 5. Jahrhundert n. Chr. nachgewiesen werden.
Entwicklung der Werkstätten
Basierend auf Funden wie Produktionsabfällen aus der Glasverarbeitung, Schlacke aus der Metallverarbeitung und Halbfabrikaten aus Knochen ist belegt, dass in der Villa Borg verschiedene Handwerke betrieben wurden. Bereits 2006 wurde ein Konzept vorgestellt, das den
Aufbau und die Nutzung von Werkstätten vorsah. Aufgrund finanzieller Einschränkungen und komplexer Befundsituationen wurde das Projekt jedoch mehrfach verschoben. Schließlich entschied man sich, Werkstätten in unmittelbarer Nähe zum Herrschaftsbereich zu errichten, geschützt durch Ständerbauten, wie sie auch von anderen römischen Grabungen bekannt sind.
Glaswerkstatt
2013 wurde die erste Rekonstruktion einer römischen Glashütte errichtet, die seither regelmäßig betrieben wird. 2018 erfolgte eine Erweiterung um ein weiteres Gebäude mit zwei Glasöfen, darunter ein Wannenofen (GO-Borg-3) und ein kleinerer Hafenofen (GO-Borg-4). Der Wannenofen, mit Außenmaßen von etwa 3 x 1,7 Metern, wurde trotz seiner Größe effizient betrieben und ermöglichte bereits nach neun Stunden Heizzeit das Schmelzen von Glas bei Temperaturen zwischen 950 und 1.000 °C. Die ersten, noch blasenreichen Glasgefäße konnten am selben Abend geblasen werden.
Töpferei
Im Rahmen eines Kurses des Archäologischen Instituts der Universität zu Köln wurde unter Anleitung von Frank Wiesenberg ein Töpferofen mit Mittelzunge und Lochtenne errichtet.
Als Baumaterial diente der vor Ort anstehende Lehm, der sich bereits beim Bau der Glasöfen bewährt hatte. Der rekonstruierte Ofen orientierte sich an Befunden aus römischer Zeit, beispielsweise einem Ofen in Köln, datiert ins 1./2. Jahrhundert n. Chr.
Schmiede und Buntmetallverarbeitung
Eine weitere Werkstatt bildet die römische Schmiede, die häufig betrieben wird. Im Mittelpunkt steht eine Feldesse, die von Martin Becker erworben wurde, einem Schmied, der bis 2016 nach antikem Vorbild Metallgerätschaften rekonstruierte. Zukünftige Projekte sehen die Rekonstruktion von Gerätschaften und Werkzeugen vor, wie sie auch in der Villa Borg aus römischer Zeit nachgewiesen wurden.
Zudem ist ein Projekt zur Eisenverhüttung geplant, bei dem ein Rennofen entstehen soll. Auch die Buntmetallverarbeitung, beispielsweise die Herstellung von Fibeln, soll in die Schmiede integriert werden, da Funde von entsprechenden Werkzeugen in der Villa Borg darauf hindeuten.
Ziele und zukünftige Ausrichtung
Neben der Erprobung und Vorführung antiker Herstellungstechniken ist es ein Anliegen, Studierenden die Möglichkeit zu geben, mit unterschiedlichen Materialien zu arbeiten und deren Eigenschaften kennenzulernen. Es wurde festgestellt, dass die jüngere Generation oft wenig Kenntnis über Materialeigenschaften besitzt und somit Schwierigkeiten hat, Texte und Publikationen in diesem Zusammenhang kritisch zu bewerten. Daher werden universitäre Veranstaltungen angeboten, die sowohl theoretische als auch praktische Teile umfassen. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit der Universität des Saarlandes, aber auch Kooperationen mit anderen Universitäten wie Köln und Trier werden angestrebt. Die Werkstätten stehen zudem interessierten Kollegen für eigene Versuche offen. Ein weiteres Ziel ist es, Kinder und Jugendliche an verschiedene Handwerke heranzuführen und bei erwachsenen Museumsbesuchern das Bewusstsein für Handwerke zu schärfen, die Gefahr laufen, in Vergessenheit zu geraten.
Insgesamt zeigt der Artikel, wie durch die Einrichtung und den Betrieb der Werkstätten im Archäologiepark Römische Villa Borg ein tieferes Verständnis römischer Handwerkstechniken gewonnen und dieses Wissen sowohl an Fachleute als auch an die breite Öffentlichkeit vermittelt werden kann.
Die Römische Villa Borg birgt nicht nur kulturelle Schätze, sondern auch dunkle Geheimnisse.
Inmitten historischer Pracht und sorgfältig rekonstruierter antiker Lebenswelten wurde ein grausamer Fund gemacht: Lucius Septimus, ein bekannter Historiker und Archäologe, lag leblos in der Empfangshalle der Villa. Alles deutete auf Mord hin.
Der Verdacht fiel schnell auf Erich Disteldorf, einen renommierten, aber ebenso umstrittenen Archäologen, der sich zur Tatzeit in der Villa aufhielt.
Disteldorf hatte mit Septimus erbitterte wissenschaftliche Konflikte um Deutungshoheiten und prestigeträchtige Entdeckungen geführt.
Als der ermittelnde Kommissar Anton Fehrenbach die Untersuchung aufnahm, wurde schnell klar, dass in der Villa Borg weit mehr verborgen lag, als antike Überreste vermuten ließen.
Kommissar Fehrenbach musste tief in die archäologische Szene eintauchen und sich durch historische Rivalitäten und persönliche Intrigen kämpfen.
Bald stieß er auf Hinweise, die zurück in die Zeit der Römer führten. Ein geheimnisvolles Amulett mit kryptischen Inschriften führte ihn zu einem versteckten Gewölbe unter der Villa, das seit Jahrhunderten verschlossen war. Dort offenbarte sich eine längst vergessene Kammer voller antiker Artefakte und gefährlicher Geheimnisse.
Zwischen den antiken Mauern der Villa entspann sich ein gefährliches Spiel aus Täuschung und Verrat, während Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmolzen. Erich Disteldorf präsentierte sich zunächst als verzweifeltes Opfer, doch bald wurde deutlich, dass er tatsächlich die zentrale Figur hinter den finsteren Machenschaften war.
Es war Disteldorf selbst, der Lucius Septimus ermordet hatte, um die Entdeckung eines mächtigen historischen Artefakts zu vertuschen – ein Amulett, dessen Macht er um jeden Preis für sich behalten wollte.
Kommissar Fehrenbach kämpfte gegen die Zeit, um Disteldorf zu stoppen, bevor weitere Leben geopfert wurden.
Die Wahrheit führte zu einem dramatischen Höhepunkt: In den geheimnisvollen Gewölben unter der Villa kam es zu einer schicksalhaften Konfrontation, bei der sich nicht nur historische Wahrheiten offenbarten, sondern auch die tiefe Dunkelheit des menschlichen Herzens ans Licht trat.
Im letzten entscheidenden Moment gelang es Fehrenbach, Disteldorf zu überführen und seine dunklen Machenschaften zu beenden. Doch die düsteren Geheimnisse der Villa Borg und die schockierenden Enthüllungen würden noch lange Schatten über die Bewohner und Besucher werfen.
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