Archäologie zum Mitmachen an der Villa Borg
Archäologie zum Mitmachen an der Villa Borg
Die Villa Borg, deren moderne Erforschung 1986 begann, gilt heute als Vorzeigeprojekt für die Rekonstruktion römischer Bauten und das Leben im 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr.
Während sich die Forschung bisher hauptsächlich auf den Herrschaftsbereich konzentrierte, sollen neue Grabungen Aufschluss über die Nutzung des Wirtschaftsareals und der Nebengebäude geben.
Dicht besiedeltes Kulturland
Im Dreiländereck von Frankreich, Luxemburg und Deutschland sind über 50 römerzeitliche Fundstellen bekannt. Borg ist ein besonderer Fundort, da seit der Römerzeit keine Überbauung stattfand.
Abseits von Steinraub und Forstwirtschaft erlitten die Gebäude wenig Schaden. 2023 begann ein neues Grabungsprojekt in Kooperation des Archäologieparks Villa Borg und Erlebnis Archäologie, an dem Archäologiebegeisterte teilnehmen und die Geschichte dieses Ortes weiter aufdecken können. Die Grabungen finden am Nebengebäude R2 statt.
Teilnahme am Grabungscamp
Fünftägige Kurse werden 2025 angeboten. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 10 Personen begrenzt, der Kursbeitrag beträgt € 950,- pro Person. Nicht enthalten sind Eigenanreise, Unterkunft und Transporte vor Ort. Empfohlene Unterkünfte sind der Perler Hof in Perl oder das Central-Hotel Greiveldinger.
Der Leukbach und die Villa Borg
Der Leukbach, ein Fluss in der Region, spielte eine bedeutende Rolle für die Villa Borg. Er diente als Wasserquelle für den täglichen Bedarf, die Landwirtschaft und möglicherweise für dekorative Elemente wie Wasserbecken im Innenhof. Solche Becken waren in römischen Villen üblich und wurden oft zur Fischhaltung genutzt. citeturn0search6
Bierproduktion in der Villa Borg
Obwohl die Römer eher für ihren Weinkonsum bekannt sind, gibt es Hinweise auf Bierproduktion in der Villa Borg. Funde von Darren, Einrichtungen zum Trocknen von Getreide, könnten auf Bierherstellung hindeuten.
Allerdings dient die Villa heute nicht der kommerziellen Bierproduktion; eventuelle Brauaktivitäten haben rein edukativen Charakter und sind Teil des museumspädagogischen Programms.
Die Villa Borg bietet somit nicht nur Einblicke in die römische Architektur und Lebensweise, sondern auch in landwirtschaftliche Praktiken und mögliche Bierproduktion der Antike.
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